Adipositas22. Februar 2014

„Adipositas: Neues aus Grundlagenforschung und Praxis"

Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts erforschen die Rolle der Hormone beim Entstehen von Adipositas. Die Zwillinge Mirliauntas haben den Weg von schlanken, sportlichen Menschen, die an Adipositas erkranken und wieder gesund werden, selbst erlebt.

Professor Jens Brüning ist Professor am Max-Planck-Institut und untersucht dort die Rolle von Insulin und Leptin bei der Nahrungsaufnahme. Der menschliche Körper vollbringt jeden Tag die Leistung, die Menge der aufgenommenen Nahrung an den Energiebedarf anzupassen. Hormone wie Leptin und Insulin spielen dabei eine zentrale Rolle – und bei übergewichtigen Menschen funktioniert dieses System oft nicht mehr richtig.

Leptin-Resistenz als Schlüsselproblem

Leptin ist ein Hormon, das dem Gehirn signalisiert, dass genug Fett gespeichert ist. Bei Adipositas entwickeln viele Menschen eine Leptin-Resistenz: Obwohl genug Leptin vorhanden ist, reagiert das Gehirn nicht mehr darauf. Das Sättigungsgefühl bleibt aus.

Bariatrische Eingriffe wie das Magenband helfen nicht nur mechanisch durch die Verkleinerung des Magens – sie greifen auch in den Hormonhaushalt ein und können die Leptinsensitivität wieder verbessern.

Die Zwillinge Mirliauntas berichten in einem Dokumentarfilm über ihren eigenen Weg: Beide erkrankten an Adipositas, beide fanden unterschiedliche Wege zurück zu einem gesunden Gewicht. Ihre Geschichte zeigt, dass genetische Veranlagung und Hormonsystem eine große Rolle spielen – aber dass Betroffene nicht machtlos sind.

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