Adipositas15. März 2013

Nach Magenband-OP: Absetzen von Insulin oft gut möglich

Adipositas-Patienten, die einen BMI (Body-Mass-Index) von über 40 kg/m² aufweisen, kommen für eine Magenband-Operation infrage. Durch das Einsetzen eines Magenbandes wird die Fläche des Magens so entscheidend reduziert, dass Adipositas-Patienten erheblich an Gewicht verlieren. Ein kleinerer Magen signalisiert schneller ein Sättigungsgefühl.

Bei einer sogenannten Liposuktion wird das überschüssige Fett lediglich abgesaugt. Wenn der Adipositas-Patient nach einer Magenband-OP aber selbst seine Nahrungsaufnahme reduziert und konsequent auf seine Ernährung achtet, sinkt sein Gewicht dauerhaft. Das bringt für Patienten, die an Typ-2-Diabetes leiden, erhebliche Vorteile: Studien zeigen, dass viele Patienten nach einer Magenband-OP ihre Insulindosis deutlich reduzieren oder ganz absetzen können.

Der Blutzucker normalisiert sich häufig schon in den ersten Wochen nach dem Eingriff – noch bevor das Zielgewicht erreicht ist. Dieser Effekt ist nicht allein auf den Gewichtsverlust zurückzuführen, sondern auch auf Veränderungen im Hormonhaushalt.

Was bedeutet das für Diabetiker?

Patienten, die an Diabetes leiden und eine Magenband-OP in Betracht ziehen, sollten dies unbedingt mit ihrem behandelnden Diabetologen besprechen. In vielen Fällen kann die Insulintherapie nach dem Eingriff schrittweise reduziert oder ganz abgesetzt werden – immer unter ärztlicher Aufsicht.

Das Magenband bietet hier den Vorteil, dass der Eingriff reversibel ist. Sollten sich die erwünschten Effekte nicht einstellen, kann das Band angepasst oder entfernt werden.

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